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Wir fuhren am frühen Morgen (4.44 Uhr!) des letzten Oktobertages zum Leipziger Hauptbahnhof,
um in den Harz zu fahren. Da gab es auch schon die erste Enttäuschung:
Auf den von allen hochgelobten Umbau des Leipziger Hauptbahnhofes hatte kein Fahrkartenschalter
geöffnet! das bestätigt eigentlich nur meine Meinung, daß dieser Bahnhof nur noch ein
Einkausfzentrum mit Gleisanschluß ist. Alle, die diesen Bahnhof so gut finden, sind bestimmt keine
Reisenden! Wir lösten also unsere Wochenendtickets (wir waren drei Erwachsene, weshalb wir 2 Wochenendtickets benötigten) im ersten Zug nach Halle/Saale. In Halle angekommen, wartete schon der Zug nach Goslar, mit dem wir dann bis Wernigerode fuhren. Thomas wollte eigentlich auf den Brocken laufen, aber wir haben dann festgelegt, daß wir mit der Schmalspurbahn bis auf den Brocken hinauf fahren werden. Wie sich später herausstellte, war das eine sehr weise Entscheidung. Das Wochenendticket galt auf der Schmalspurbahn nicht, weshalb jeder die links abgebildeten Fahrkarten kaufen mußte. Das einzig Gute: Es sind herrlich alte Fahrkarten und nicht solche unnütz großen wie bei der DB! |
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![]() Im Bild links ist unser Zug vor der Abfahrt in Wernigerode zu sehen. Auf den Brocken fahren nur dampflokbespannte Züge, während auf den anderen Strecken (z.B. nach Nordhausen) auch Dieseltriebwagen fahren. Oben ist eine Streckenskizze zu sehen. Die Schmalspurbahn quält sich immerhin ca. 900 Höhenmeter hinauf, bis auf den Brockenbahnhof (1125m über NN). |
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Wir standen am Gipfel und konnten nicht einmal die Turmspitze des Sendeturmes sehen.
Es war also überhaupt keine Sicht: Nur Nebel und Schneeregen.
Deshalb begannen wir auch gleich unsere Wanderung mit dem Abstieg vom Gipfel.
Wir folgten zuerst einmal dem Hirtenstieg, ein Teil des Heinrich-Heine-Weges,
der als Rundweg von Ilsenburg über den Brocken und wieder zurück nach Ilsenburg verläuft. Dabei entstand das Bild rechts, wo man vielleicht erkennen kann, wie extrem das Wetter war. So kamen wir am kleinen Brocken (1019m), der Bismarckklippe (898m), der Hermannsklippe (747m) vorbei und wanderten weiter in Richtung Ilsetal (ca. 559m). Nach der Überquerung der Ilse wanderten wir auf Nebenwegen, die schlecht bis nicht markiert waren, in Richtung Plessenburg. Die Natur stimmte wieder einmal nicht mit den vorhandenen Karten überein. So mußten wir einen kleinen Querfeldeinlauf veranstalten, da wir den richtigen Weg nicht fanden. Dabei zeigte sich wieder einmal, wie wichtig ein Kompass im Gepäck ist. |
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Oben links ist das Rasthaus Plessenburg zu sehen,
das wir dann erreichten. Dort gab es das Mittagessen. Nach dieser kurzen Rast ging es weiter über Nebenwege zum Aussichtspunkt Paternosterklippe (522m) und zum Ilsestein. Dort gab es wieder einen Aussichtspunkt, von dem unser Ziel (Ilsenburg) sehr schön zu sehen war. Außerdem gab es dort noch eine Burgruine, von der aber so gut wie gar nichts mehr zu sehen ist. Natürlich gibt es an so einem markanten Punkt auch wieder ein Gasthaus, das im Bild oben rechts zu sehen ist. Dort wurde mit Urkrostitzer Bier gelockt, das aber angeblich gerade gestern alle geworden war. Als kleine Entschädigung dafür, daß wir nun nur Hasseröder zu trinken bekamen, spendierte der Wirt den rechts abgebildeten Kräuterlikör (ein Klick auf das Bild zeigt das Etikett!). Von da waren es noch ca. 4km bis zum Bahnhof Ilsenburg. Da wir noch ca. 1 Stunde bis zur Abfahrt unseres Zuges Zeit hatten, kehrten wir in die Bahnhofsgaststätte ein, die sehr rustikal wirkte! Mit dem Zug fuhren wir dann zurück nach Halle/Saale, und von da dann gleich weiter nach Leipzig. Kurz nach 21Uhr waren wir dann auf dem Leipziger Hauptbahnhof. Es war eine sehr schöne Wanderung. Einziger Negativpunkt war die nicht vorhandene Aussicht vom Brocken. Hier gibt es eine kleine Karte (ca. 125kByte) vom Streckenverlauf der Wanderung (Fotostandorte sind mit dunkelblauen Kreisen markiert und die Wanderroute gelb! |
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